Lesetipp des Monats

Sprache ohne Worte

Die Welt der Persönlichkeits-entwicklung ist so bunt und vielschichtig. Viele Menschen forschen daran und tragen dazu bei, dass Jede/Jeder sich weiter entwickeln kann. Und eine Möglichkeit ist es, den Punkt der Physis mit zu beachten. Im Urlaub habe ich mich deshalb mit dem Buch: Sprache ohne Worte von Peter A. Levine beschäftgit. Es hat mir sehr gut gefallen. Eine der NLP "Altvorderen" hat immer wieder gefragt: Was ist der Unterschied, der den Unterschied macht, wenn es nicht geklappt hat. Was ist hier anders. Und dieser Satz hat mich motiviert, weiter nach guten Modellen / neuen Formaten für das NLP zu suchen. So bin ich auf Peter A. Levine gestoßen. Seine Forschung bezieht sich auf einen Teil in uns, welcher in Verbindung mit vielen Säugetieren dieser Erde besteht und bezieht es auf PTBS. Ich jedenfall war sehr begeistert. 

Peter A. Levine ISBN 9783466309184

Was mich diese Woche beschäftigt: „Deutschland ist in großer Gefahr“

Dienstag den 4.Mai 2021 sprang mich diese Überschrift aus der Ausgabe Nr. 101 der Süddeutschen Zeitung aus München an

 

Voraussetzungen für den Erfolg

Diesen Satz: „Deutschland ist in großer Gefahr“, habe ich schon des Öfteren im Privaten ausgesprochen. Meine Herzensangelegenheit ist es, sowohl Unternehmen als auch Menschen in führender Funktion darin zu unterstützen, erfolgreicher zu sein. Mit Sorge beobachte ich schon länger, dass wir als Land die Voraussetzungen für Erfolg einfach nicht schaffen. Wir ruhen uns auf unserem Wirtschaftswachstum aus. Auch jetzt, weil es, trotz Pandemie und obwohl es einigen Wirtschaftsbereichen wirklich sehr schlecht geht, gute Zahlen gibt. Das ist wirklich furchtbar. Denn um wie Vieles wären wir besser, hätten wir eine super Infrastruktur.

 

Wie rückständig wir sind

Gisbert Rühl, langjähriger Chef des Millardenkonzerns Klöckner & Co sagt während des Interviews von Marc Beise, dass der Standort Deutschland gewaltig lahmt. Die Pandemie hat gezeigt, wie rückständig wir sind. Das ist insbesondere auch an der Versorgung mit Breitbandabdeckung und Handynetzen festzustellen. Mir ist dies schon seit Jahren bekannt. Habe ich doch bis 2019 in einem solchen Gebiet gewohnt und von dort aus auch mein Unternehmen geführt. Viele Dinge waren deshalb gar nicht möglich. Zum Beispiel eine Online-Akademie zu starten.  Gleichzeitig weiß ich seit Jahren, dass in meiner zweiten Heimat Island eine super Abdeckung im Mobilfunksektor und auch die Internetanbindung gegeben ist. Und das obwohl Island in weiten Teilen unbewohnt ist. 

Dadurch, dass die Breitbandabdeckung in Deutschland nicht oder nicht in ausreichender Höhe flächendeckend vorhanden ist, ist eine moderne Betriebsführung im ländlichen Raum nicht so gut möglich. Das korrespondiert mit dem Wohnraummangel für junge Leute. In ländlichen Gebieten wäre noch bezahlbarer Raum vorhanden, aufgrund der mangelnden (Netz)Infrastruktur wird dies aber von den jüngeren Generationen oft nicht angenommen. Familiengründungen finden nicht statt. Mit allen Folgeerscheinungen, wie mangelnde Familienplanung.

 

Öffentliche Verwaltung arbeitet wie in den 80er Jahren

Herr Rühl hat die Verwaltung und die Schulen gerügt. Hier stimme ich ihm voll und ganz zu. Unsere Verwaltung ist so bürokratisch, was uns in der Pandemie enormen Schaden zugefügt hat. Hätten die Gesundheitsämter bzw. die Labore nicht mit Faxen arbeiten müssen, wieviel schneller hätten Kontaktnachverfolgungen erfolgen können? Wer hat eigentlich heute noch ein Fax? Ich besitze zwar eine Fax-Nr. aber meine Faxe laufen in der Fritz Box auf und werden mir per Mail übermittelt und ich kann sie auch so versenden.

 

Das papierlose Büro

In 2018 habe ich die Anteile an meinem vorherigen Unternehmen verkauft und in gleichem Atemzug ein neues Einzelunternehmen gegründet. Ich habe mir vorgenommen, so viel als möglich zu Digitalisieren. Mein Ziel war ein papierloses Büro. Die Buchhaltung aus den vorangegangenen 10 Jahren, was wirklich viele Ordner waren, hatte ich mit dem Verkauf abgegeben. Und nun sollte auch meine Buchhaltung papierlos werden. Aufgrund der Rücksprache mit meinem Steuerberater und der Nachfrage beim Finanzamt ist das zurzeit noch nicht möglich. Ich muss die Originalbelege aufheben. Das ärgert mich immer noch.

 

Meine Zunft der Berater :innen, Trainer :innen  und Coaches und Coachellas

Seit ich mich von der Wirkung von Online-Seminaren und -Coachings im Frühjahr 2016 selbst überzeugt hatte, wollte ich die Digitalisierung in meiner Zunft voranbringen. In meiner Position als Vorstandsvorsitzende des DVNLP e.V. mit seinen knapp 2.000 Mitglieder und davon 2/3 als Trainer :innen tätig, bin ich mit diesem Anspruch während meiner Antrittsrede im Herbst 2016 öffentlich gestartet. Ich habe während meiner Amtszeit drei Anlaufe auf verschiedenste Art und Weise unternommen. Mir ist es in all den Jahren bis zum Frühjahr 2020 nicht gelungen. Da hat mir die Pandemie in die Hände gespielt. Plötzlich ging alles ganz schnell und die Curricula wurden für die Online-Lehre frei gegeben. Aber selbst in dieser Situation war bis zur Freigabe noch umfangreiche Überzeugungsarbeit nötig.

 

Und die Kinder - unsere Zukunft

Mit diesen gehen wir unglaublich schlecht um. Ich habe im Frühjahr 2020 an einem engagierte Projekt teilgenommen. In diesem Projekt waren 99% der Teilnehmenden aus dem Schul- und Hochschulkontext. Nur ich und noch ein Mann waren Teilnehmende aus der Wirtschaft. Ich war begeistert. So viele engagierte Menschen aus dem Kontext Schule und Hochschule. Seither bin ich mit diesen Personen vernetzt. Ich bin noch immer begeistert. Leider sind das Projekt und die Förderung des Ganzen ausgelaufen. Es ging darum Open Education Ressourcen zu entwickeln und damit den Bildungssektor zu stärken. Einzelne Schulen haben in dieser Zeit Hervorragendes geleistet. Die Stadtteilschule in Hamburg - Alter Teichweg wurde deswegen gerade ausgezeichnet. Aber leider ist diese Art des Engagements unterrepräsentiert. Die physischen Räumlichkeiten der Schulen sind ein Graus. Dort eine positive Lernatmosphäre herzustellen ist sehr schwierig. Ich spreche immer wieder davon, wie wichtig für gutes Lernen das Trinken von Wasser ist. Ich habe mitbekommen, dass Schüler: innen nichts Trinken, weil sie nicht riskieren wollen, die ekelerregenden Toiletten aufsuchen zu müssen. Und dass die Fenster nicht zu öffnen sind, weil zugenagelt und für Raumlüfter zum Infektionsschutz ist schon mal gar kein Geld da gewesen. Das ist keine Wertschätzung gegenüber unserem Nachwuchs. Diese sollen doch eigentlich unsere Zukunft sein.

 

Mein Fazit

Wir müssen dringend Gas geben. Als erstes muss der Ausbau der Internetanbindung sowie Mobilfunkabdeckung wesentlich besser werden und im gesamten Bundesgebiet, nicht nur dort, wo Großstädte sind. Die Schulen müssen mit der neuesten Technik (und natürlich mit der passenden Breitbandanbindung)  und dem dazu gehörenden Personal ausgestattet werden. Die Lehrkräfte sollten umfangreich geschult werden. Schüler müssen unbegrenzt auf das digitale Bildungsmaterial zugreifen können. Und bei Präsenzunterricht - die physischen Unterrichtsräume sollten dringend auf einen menschenwürdigen Standard unserem Land angemessen sein. Und die Behörden sollten ebenfalls auf dem neuesten Stand der Technik sein. 


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