Lesetipp des Monats

Sprache ohne Worte

Die Welt der Persönlichkeits-entwicklung ist so bunt und vielschichtig. Viele Menschen forschen daran und tragen dazu bei, dass Jede/Jeder sich weiter entwickeln kann. Und eine Möglichkeit ist es, den Punkt der Physis mit zu beachten. Im Urlaub habe ich mich deshalb mit dem Buch: Sprache ohne Worte von Peter A. Levine beschäftgit. Es hat mir sehr gut gefallen. Eine der NLP "Altvorderen" hat immer wieder gefragt: Was ist der Unterschied, der den Unterschied macht, wenn es nicht geklappt hat. Was ist hier anders. Und dieser Satz hat mich motiviert, weiter nach guten Modellen / neuen Formaten für das NLP zu suchen. So bin ich auf Peter A. Levine gestoßen. Seine Forschung bezieht sich auf einen Teil in uns, welcher in Verbindung mit vielen Säugetieren dieser Erde besteht und bezieht es auf PTBS. Ich jedenfall war sehr begeistert. 

Peter A. Levine ISBN 9783466309184

Mein Prognose für unsere Branche für 2022

Jedes Jahr wieder ergibt sich die Frage: Wie wird das neue Jahr?

Als Unternehmer oder Unternehmerin gilt es immer wieder Prognosen für die Zukunft abzugeben. Es ist wichtig eine strategische Ausrichtung anzustreben, denn sonst wissen Sie nicht, welchen Kurs sie einschlagen könnten und eine Entscheidung für die zukünftigen Handlungen fällt schwer. Für mein Unternehmen ist das sehr wichtig. Welche Technik ist nötig?  Reserviere ich Räume im Voraus? Aktiviere ich meine externen Honorarkräft? usw. Diese Betrachtung ist für jedes Unternehmen m- E. sehr wichtig, insbesondere für inhabergeführte Unternehmen.

 

Einzelcoaching, der Bedarf steigt

Coaching scheint in der andauernden Pandemielage durch die Onlinevariante wichtig zu bleiben. Die Nachfrage steigt jedenfalls. Die Herausforderungen sind vielfältig. Einmal die Situation im Vertrieb, wie kann ich da on- oder offline noch besser überzeugen?

Oder als Führungskraft, wie kann das Team unterstützt werden oder die Führungskraft selbst?

Die Mehrfachbelastung durch Homeoffice, insbesondere für Familien, wie kann der eigene Ressourcenkoffer wieder gefüllt werden?

 

Lernen vor Ort oder Online?

Die Qualität der digitalen Angebote hat noch starkes Verbesserungspotential. Manche Angebote sind sehr gut, andere wiederum haben Verbesserungsbedarf. Hier ist noch viel Luft nach oben.

Insbesondere kurze Angebote, unter zwei Stunden, standen in der Kritik.

Virtuelles Coaching wird weiterwachsen, denn es spricht sich herum, dass Onlinecoaching auch sehr gut funktioniert.

 

Es hat sich gleichwohl eine gewissen Onlinemüdigkeit bei den Menschen gezeigt. Das ist auch meine Beobachtung. Viele sehnen sich nach persönlichem Austausch.

 

Bei längerfristiger Ausbildung nehmen die Menschen jedoch das Onlineangebot sehr gerne an. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass ein Mix zwischen Präsenz und Online die richtige Mischung ist.

 

Das allerwichtigste, was nicht fehlen darf, sind Peergroups. Das sind meine eigenen Erfahrungen, welche sich in dem Artikel von Managerseminare decken. 

Diese Aussagen sind angelehnt an den Artikel von ManagerSeminare 283, Oktober 2021 von Sylvia Lipkowski zur Zukunft der Personalentwicklung mit dem Titel “Wie Weiterbildung weiter geht“, welcher sich auf eine Studie von HRpepper Management Consultants und der Bitkom Akademie aus 2021 stützt.

 

Fazit: Längere Ausbildungen gern hybrid und unbedingt mit Peergroups kombinieren.

Wobei die Definition, was „hybrid“ eigentlich bedeutet noch beschrieben werden müsste. Denn es gibt zwei Möglichkeiten:

  1. Die gesamten Teilnehmenden sind im Seminarraum, mal online und mal offline.
  2. Die Teilnehmenden der Gruppe haben die Wahl, offline oder online teilzunehmen, arbeiten aber zeitlich gemeinsam.

 

Evtl. Technikspezialist für eine Auswahl von Onlineplattformen und technische Anwendung…

Trainer:innen, Dozent:innen, Speaker:innen usw. erwerben weiter sehr viel technisches Know-how,

weil jedes Unternehmen, jede Hochschule, jede Akademie bietet alles auch Online an. So benötigt es neues Know-how, wie dies professionell umgesetzt wird, so dass auch die Menschen am Bildschirm zu Hause wirklich mit eingebunden sind.

 

 

Plattformen bekommen Gewicht

Es ist in der Welt sehr viel freies Geld zur Verfügung. Genauso wie der Anbieter Uber den Taximarkt aufmischt, wie ca. 20 Menschen über den Lebensmitteleinkauf entscheiden, so sind seit Beginn der Pandemie Plattformen für den Coaching und Trainingsmarkt entstanden. Die Weiterbildungsbranche war in der Vergangenheit von vielen Soloselbständigen, einigen größeren Playern und einigen wenigen „Vermittlungsagenturen“ geprägt. Nun sind Plattformen vorhanden, welche am Kapitalmarkt sehr viel Geld eingesammelt haben. Das kann für umfangreiche Werbungskosten- und Marketingaktivitäten eingesetzt werden. Diese Plattformen wollen ein Service für die Unternehmen sein und gleichzeitig Werbung und Marketingaktivitäten der einzelnen Akteure vereinfachen. Gleichzeitig haben Einzelne die große Chance erfolgreicher zu sein, wenn es ihnen gelingt, durch die Sozialen Medien sichtbarer zu werden.

 

Softwareangebote und KI

Der Einsatz künstlicher Intelligenz wird weiter zunehmen In der Personalauswahl wird diese schon sehr oft (zumindest in größeren Unternehmen) eingesetzt. Dies hat zwei Aspekte: Zum einen kann es verhindern, dass Vorurteile oder Sympathiefaktoren für die Auswahl entscheidend sind und zum anderen kann es aber genau in Das Gegenteil umschlagen, wenn der zugrunde liegende Algorithmus einen Fehler beinhaltet. Hier wird die weitere Entwicklung folgen und zu beobachten sein. Das Sozialen Technik Forum sollte auf jeden Fall berücksichtigt und gestärkt werden.

 

Lernen zu Lernen

In den Unternehmen wird weiter das Lernen von- und miteinander zunehmen. Es entsteht immer mehr ein Austausch von Wissen; und zwar nicht mehr wie früher von Person zu Person oder von einer Person zu einer kleinen Gruppe, sondern auch in Firmenwikis wird das Wissen, für jeden sichtbar, dokumentiert und steht damit allen zur Verfügung. Da die geburtenstarken Jahrgänge in das Renten- bzw. Pensionsalter kommen, wir künftig das Erhalten von implizitem Wissen immer wichtiger. 

 

Gleichzeitig lernen Akteure auch kontextübergreifend voneinander. Es gibt Veranstaltungen mit z.B. 250 Menschen aus den unterschiedlichsten Branche, welche sich an einem Abend treffen, um sich gegenseitig zu inspirieren. Bedingt durch die Pandemie findet dies nun auch online statt. Ich bin überzeugt, dass das alsbald wieder offline stattfinden wird, weil der Mensch grundsätzlich ein soziales Wesen ist und gleichzeitig diese Veranstaltungen gestreamt werden.

 

Spezialisten, welche ihr Wissen weitergeben wollen

Standard wird immer mehr digitalisiert. Die Online-Gamifizierung der Weiterbildungsbranche wird durch die vielen technischen Möglichkeiten weiter voranschreiten. Denn spielerisch zu lernen, wird wichtiger denn je. Jede Softwareanwendung will gelernt werden. Und wenn dieser Lernprozess dann spielerisch erfolgt, um so besser. So bleiben fachliche Spezialisten für die komplexeren Themen gefragt, sofern es zu umfangreich wäre, dies zu digitalisieren und eine Kapitalisierung einer digitalen Entwicklung sich nicht rentieren würde. Etwas ist auf jeden Fall jetzt schon zu beobachten: Der Mensch bleibt für den Menschen wichtig, denn nach persönlichem Austausch sehen sich nach meinen Erfahrungen viele. In Teilbereichen der Persönlichkeitsentwicklung bleibt es beim Lernen von Menschen zu Menschen.

 

Stress bzw. Resilienz

Der Stresslevel hat in den vergangenen Monaten enorm zugenommen. Es mussten viele unterschiedliche Dinge gelernt werden und müssen es noch. Bedingt durch die Pandemie sind gleich mehrere Säulen der Existenz bedroht: Die mächtigste ist die Säule der körperlichen Unversehrtheit. Dann bei einigen die finanzielle Existenz und weiter die Mehrfachbelastung durch Homeoffice und Homeskoling, vielleicht noch auf engem Raum und dann evtl. die ungewohnte Situation in der Partnerschaft. Da die Situation anhält und im Moment schlimmer ist als jemals zuvor, wird hier ein riesiger Bedarf bestehen, dies zu bewältigen. Hier ist die Branche auf jeden Fall gefragt.


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