Erntezeit

Erntezeit im August? Ich habe Kräuterseife und eine Filzblume „geerntet“. Aber lies selbst…

Ihr werdet euch vielleicht fragen, was treibt sie denn da schon wieder.  Die Seife und auch noch die Blume. Tatsächlich könnte ich mich wahrscheinlich einen Stand mit dem Verkauf von Seifen und Filzarbeiten auf dem nächsten Markt eröffnen. wenn ich in die Produktion tiefer einsteige. Müsste nur die Menge der Produkte erhöhen. Oder vielleicht über Etsy verkaufen. Das machen ja auch einige sehr erfolgreich. Aber warum habe ich mich erst mit der Blume und dann auch noch mit Seife beschäftigt? Ich weiß viele sind Liebhaber oder Liebhaberinnen von solchen Märkten und haben dort gern einen eigenen Stand. Ich muss gestehen, ich war noch nie mit einem Stand auf einem Flohmarkt oder anderem Markt. Warum kann ich gar nicht beantworten. Aber bisher war das für mich nie eine Option. Allerdings ging es diesen Monat auch noch um KI. Agenten sind ja jetzt das große Thema. Allen Themen zusammen ist eines gemeinsam: Es geht darum, etwas zu Vereinfachen. Nicht dass ich nicht das Komplexe mag, ganz im Gegenteil. Damit genügend Zeit für andere Dinge da ist, ist es schön, wenn manches einfacher oder schneller geht. 

Seife herstellen und noch viel mehr

Ich war eingeladen, den Ferienhof Hof Katthusen in Otterndorf zu besuchen und habe die Chefin Ute Mushardt kennengelernt. Es hat mich beeindruckt, was diese alles aufgebaut hat, wie und wo sie sich engagiert und wie das bei uns sehr aktiven Frauen so ist, hat sie „nebenbei“ 4 Kinder groß gezogen. Ihre Kinder sind teilweise auch schon in den Betrieb eingebunden. Sie hat neben vielen anderen Fortbildungen auch eine als Pädagogin, um sich mit Kindergruppen pädagogisch wertvoll zu beschäftigen. Ute Mushardt hat uns die Arbeiten, welche am Hof stattfinden, aufgezeigt.

Wir, die eingeladenen Frauen, lernten den Obst-, Gemüse- und Blumengarten kennen, durften an der Kräuterspirale schnuppern, den Zauber einer Kirche im Garten erleben, die Vorrichtungen für das Kneipen ausprobieren, den Barfußweg entlang gehen und die Ferienwohnungen besichtigen. Das Herstellen von Kräuterseifen hat Ute Mushardt mit den vor Ort dieses mal mit uns anwesenden Frauen gestaltet. In der Vorgehensweise, welche ich kennen lernte war das Ganze nicht aufwendig. Normalerweise genießen dieses Angebot die Feriengäste.

Bezüglich der Seife ist der Aufwand gering gewesen, aber das Ergebnis beeindruckend. Nun schrieb mir eine Kollegin, ob mir dies denn Spaß bereitet hätte, sie hätte das auch mal gemacht und hat noch heute das Equipment und ihr war das zu aufwändig. Und das ist der Unterschied. Ich lernte eine relativ einfache Art und Weise kenne, wie diese Seife mit viel Freude hergestellt werden kann. Und weil das so schnell ging, hat es mir auch Spaß bereitet. Ich benötigte außer den Zutaten nur eine Schüssel zum Verrühren. Die Seife wurde geknetet und als Nebeneffekt ist dies auch noch gut für Haut und Hände. Schreiben wir doch oft mit der Tastatur. Und die Haut der Hände benötigt auch oft etwas Pflege. 

Anschließend wurden wir zu einer leckeren selbstgebackenen Himbeertorte mit Himbeeren aus dem eigenen Garten und einem klassischen Butterkuchen, frisch aus dem Ofen, eingeladen. Es war eine rundum gelungene Führung durch einen hervorragend geführten sehr beeindruckenden Betrieb. 

Fazit:

Das Seifenherstellen hat etwas Meditatives. Mal sehen, auf welche Idee ich  komme, wo ich das Seifenherstellen in meine Aktivitäten einbinden kann. Und falls du jetzt Lust hast, Ferien auf dem Bauernhof zu erleben, hier kannst du buchen: https://mushardt.net/

Märchenarbeit und Aufstellen verbinden

So als Persönlichkeits- und Organisationsentwicklerin bin ich immer daran interessiert, meine persönlichen Themen zu bearbeiten und meinen eigenen „Handwerkskoffer“ zu bereichern. Mir flatterte eine Einladung zu einer Fortbildung der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen ins Postfach. Märchenaufstellungen mit Hildegard Wiedemann. Sehr neugierig meldete ich mich an. Es war ein wunderschönes Märchen aus der Sammlung von Grimms Märchen – Jorinde und Joringel. Ich liebe Geschichten, Bücher und insbesondere Märchen. Ich habe selbst eine Sammlung von Märchenbüchern. Es war eine ganz zauberhafte Märchenreise. Hildegard führte uns Step für Step durch das Märchen. Bei jedem Abschnitt bekamen wir eine Aufgabe. Eine dieser Aufgaben war das Trockenfilzen.

Trockenfilzen

Ich hatte diesen Begriff noch nie gehört. Man benötigt sogenannte Märchenwolle, Trockenfilznadeln und eine Unterlage. Zum Beispiel einen

Haushaltsschwamm oder je nach Größe ein Stück etwas festeren Schaumstoff und eine Idee, was man erstellen möchte. Für unsere Aufstellungsarbeit symbolisierte das erstellte Filzstück eine Blume, welche symbolisch für eine Ressource stand. Ich habe mich glatt in das Trockenfilzen verliebt. Natürlich mag ich auch die Ressource. Aber das Ganze hatte schon sehr starke Symbolkraft. Wunderbar. Ich bin neugierig, wo und wie ich dies in meine Arbeit integrieren werde. 

Und wahrscheinlich gefiel es mir auch hier, dass das Ganze so einfach zu machen ist. Also ebenfalls nicht aufwendig. Bei der ganzen Kopfarbeit von uns Wissensarbeitern und Wissensarbeiterinnen ist es wahrscheinlich auch ein guter Ausgleich einmal – außer die Tastatur zu bedienen – etwas mit den Händen zu machen. 

Ich bin auch mit verantwortlich für die Fachgruppe Systemik des DVNLP . Vielleicht trage ich die Idee systemische Arbeit mit Märchen stärker zu verbinden dort weiter. 

Ki-Versuche von meiner Seite

Einer der von mir empfangenen Newsletter hat mir einen Prompt vorgeschlagen. Dieser sollte mir für mein Unternehmen vorschlagen, wie ich welche Arbeit von KI mittels Agenten erledigen lassen könne. Leider kann ich jetzt nicht vom Original zitieren, da ich den Newsletter nicht wiederfinde und ich KI nicht (vielleicht noch nicht) an meine E-Mails lasse., um zu suchen. Ich zitiere berichte also aus meinem Gedächtnis. 

Das Ergebnis für mich: Mein Unternehmen ist viel zu klein, um diesen Prompt zu nutzen. Er eignet sich vielleicht schon für ein mittelständischen Unternehmen ab vielleicht 100 Mitarbeitende. Aber auch da könnte der Promt noch zu viel sein. Vielleicht eher bei 250 MA. 

Das führte in der Konsequenz dazu, dass ich mich noch intensiver mit Agenten beschäftigt habe. Eine der wichtigsten Dinge, wie gestalten sich die Sicherheitsbedingungen. Eine Erkenntnis, welche ich gewonnen habe ist zum Beispiel: Lasse niemals andere Tabs offen, wenn du ein Screenshot für eine Aufgabe machst. Aber da ich dafür kein Spezi bin, wage ich es nicht, hier Ratschläge zu erteilen. Dies ist nur ein Erfahrungsbericht meines derzeitigen Erkenntnisstandes. 

Jede / jeder die /der mich kennt weiß, so schnell gebe ich nicht auf. Natürlich bin ich dabei zu prüfen, was kann wie meine Arbeit vereinfachen. Wir wollen ja auch nicht mehr den Technikstand von früher. Oder schreibst du noch mit der Schreibmaschine? Aber dazu dann später mehr. Ich werde berichten. 

Fazit

Das es gut ist etwas einfach zu halten, ist aus meiner Sicht ein guter Vorsatz. Komplexität ist so schon genug vorhanden und erzeugt an vielen Stellen negativen Stress. Und diesen können wir nicht noch zusätzlich gebrauchen. Privat habe ich einmal von einer Bekannten folgendes gelernt: Wieviel Aufwand bedeutet diese Anschaffung in Bezug auf das Reinigen im Haus. Dies ist zum Beispiel eine Frage, welche ich mir „ganz dick hinter die Ohren geschrieben habe“. Und da kann natürlich auch auf unseren beruflichen Alltag oder unsere Hobbys übertragen werden.