Logo Anja Myrdal

Vor Corona wollte ich eigentlich auf ein Hausboot ziehen. Das führte zu der Frage: Was mache ich mit meiner Bibliothek?

Ich habe in meinem großen Haus mit dem Seminartrakt damals einen separaten Raum für meine Bücher gehabt. Das benötigte viel Platz, denn über die Jahre sind viele Fachbücher zusammen gekommen. Und auch heute benötige ich oft Bücher zu einem bestimmten Thema, welche ich gelesen habe. Deshalb konnte ich mich davon nicht trennen.

Damals bekam ich vom örtlichen Copyshop ein unschlagbar günstiges Angebot alles einzuscannen. So hätte ich auch auf dem Hausboot auf meine Bücher zurückgreifen können. Denn in Papierform wären sich nicht so gut erhalten geblieben.

Nun ist das mit dem Hausboot aufgrund von Corona und dem damals angepeilte Liegeplatz räumlich nicht mehr interessant. Die Digitalisierung aber ist für mich geblieben.

Heute mache ich es in der Regel je nach Bedarf. Für neue Projekte und Themen, wo ich noch keine Unterlagen habe, nehme ich oft Papier. Hier kann ich sortieren, vermischen, auch bei müden Bildschrimaugen weiterlesen und wieder neu sortieren. So entstehen neue Ideen und Projekte bekommen immer noch mal wieder eine neue Struktur.

Wenn alles soweit steht, dann kann das Papier wieder gescannt werden und ich hebe nur die Dateien auf. So benötige ich im Endeffekt weniger Platz und habe den Vorteil, dass ich bei Bedarf noch einmal auf die Dinge zurück greifen kann.

Wenn es um die Auffindbarkeit geht, kommt es darauf an, wie das Ordnungssystem und die Dateiverwaltung aufgebaut ist. Mit meiner Bibliothek hatte ich das so gestaltet, dass die Bücher alle eine farbliche Markierung bekommen hatten. Als alles in eine PDF verwandelt wurde, da gab es noch nicht die farblichen Gestaltungsmöglichkeiten von Dateien oder Ordnern. Das ist heute zwar anders, aber die freien Valenzen, dies zu ändern hatte ich noch nicht.

Für alles andere finde ich dies ebenfalls gut. Eine gutes Dokumentenmanagement ist einfach enorm wichtig. Allerdings, wenn einmal etwas falsch abgelegt ist, kann man mit der Suchfunktion am Rechner die Dinge doch wiederfinden. In einer Bibliothek mit der farblichen Markierung auch, aber ohne ist es sehr schwierig. Allerdings finde ich das Lesen in einem Buch aus Papier immer noch sehr angenehm für die Augen.

Wie ist es bei dir?