Werte sind für uns das wichtigste im Leben. Ob wir uns ihnen bewusst sind oder nicht, es ist der Rahmen innerhalb der Rollen, welche wir in unserem Leben inne haben. Wenn wir im Einklang mit unseren Werten leben, dann geht es uns in der Regel sehr gut. Sofern dies nicht der Fall ist, dann merken wir, dass etwas nicht stimmt. Wenn dieser Zustand lange anhält, dann wird es für uns sehr schwer, glücklich und zufrieden unser Leben zu leben.
Manchmal ist es aber auch Schicksal. Negative Ereignisse im Außen, auf welche wir keinen direkten Einfluss haben, können uns sehr beschäftigen. Dann gibt es mehrere Möglichkeiten.
Ich kann die Bedeutung eines Wertes im Detail für mich neu definieren oder ich kann erforschen, welchen Wert möchte ich denn in Zukunft statt dessen in meinem Leben mit Leben füllen.
Mein Wert Nr. 1: Possibilismus
Seit einiger Zeit ist dies mein wichtigster Wert. Nicht Optimismus und nicht Pessimismus, sondern Possibilismus.
Dieser Begriff war mir nicht geläufig. Erst durch eine Keynote von Prof. Dr. Volker Busch auf den Petersberger Trainertagen vor einigen Jahren wurde ich inspiriert mich damit auseinander zu setzen. Ich habe mich intensiv damit beschäftigt. Er gefällt und ist zu einem grundsätzlichen Handeln im meinem Leben mutiert. Der Optimist denkt oft positiv und der Pessimist oft negativ. Der Possibilist denkt in Möglichkeiten so Matthias Horx in seinem Buch: Wie man als Possibilist in die Zukunft schaut.
Konkret bedeutet dies, ich überprüfe immer wieder, was ist möglich. Das bedeutet nicht, dass ich denke alles ist möglich, aber ich glaube immer wieder ich bin Superwoman und ich schaffe alles. Manchmal muss ich dann feststellen, dass ich da falsch liege. Aber ich habe es zumindest probiert und oft klappt das dann auch. Und wenn nicht, dann ist für mich immer die 1. Frage: Ist das noch immer sinnvoll, was ich da wollte, wenn es nicht sowieso schon klar ist, dass dies der Fall ist. Die 2. Frage lautet dann nicht ob, sondern wie kann das gehen? Wenn ich es so nicht schaffe, dann vielleicht anders. Welche Ressourcen kann ich mobilisieren, um mein eigentliches Ziel zu erreichen?
Ich freue mich jedenfalls sehr darüber, dass mir dieser Wert begegnet ist, so dass ich ihn für mich mit Leben füllen konnte und kann. Wenn ich es hinbekomme, dann werde ich wohl des öfteren Mal den Possibili-Tipp des Tages posten. Hierfür benötige ich freie Kapazitäten zur Umsetzung. Das dauert noch ein wenig.
Mein Wert Nr. 2: Mut
Ich glaube von mir, dass ich mutig bin. Das bedeutet nicht, dass ich leichtsinnig bin. Die Übertreibung von Mut wäre Leichtsinn. Schon sehr lange beschäftige ich mich mit dem Thema Werte und deshalb habe ich mich auch mit der https://de.wikipedia.org/wiki/Nikomachische_Ethik von Aristoteles beschäftigt. Es gab mal auf dem Petersberg von mir und Joachim Reich zu dem Thema Werte und Todsünden eine Veranstaltung. Das hat sehr viel Freude bereitet. LINK ZUM BERICHT SUCHEN
Es ist also mit anderen Worten eigentlich ein Dauerthema in meiner Landkarte der Welt und in meiner täglichen Arbeit. Was bedeutet dieser Mut nun in meinem Alltag?
Ich bin darum bemüht, Entscheidungen zügig zu treffen. Also mutig voran zu schreiten. Allerdings bedeutet es nicht, wenn ich mich nicht entscheide, dass ich nicht mutig bin. Das trifft immer dann zu, wenn ich noch nicht alle Informationen habe, um die Entscheidung zu treffen, dann bin ich nicht leichtsinnig und lasse mir Zeit. Aber die grundsätzliche Haltung ist: Ich entscheide mich. Warum finde ich dies wichtig? Ich wäge das Risiko ab. Kann ich das Risiko tragen, wenn es schief geht oder nicht, also ist eher Vorsicht angesagt? Zum Beispiel wende ich KI an, aber sehr achtsam.
Mein Wert Nr. 3: Gelassenheit
Eigentlich bin ich sehr neugierig und zielstrebig. Gelassenheit habe ich erst gelernt, als ich intensiv die Methode NLP gelernt habe. Und zwar deshalb, weil ich mit Menschen zu tun hatte und habe, die eine andere innere Vorgehensweise haben als ich. Wenn ich mit den Kunden zu tun habe, dann bringe ich sehr viel Geduld und Gelassenheit auf, für deren Tempo. Ich arbeite dann daran, alle Wenns und Abers herauszubekommen. Wofür sind diese nützlich? Was stellen diese sicher? Was erfüllt sich, wenn es so bleibt? Das ist ein Ausschnitt der möglichen Fragen, wofür das bisherige steht. Erst, wenn der Klient, die Klientin erkannt hat, dass das dahinter liegende Bedürfnis oder der sogenannte sekundäre Gewinn durch etwas anderes ersetzt werden kann, dass dieses Bedürfnis auch erfüllt, dann erst kann das unerwünschte Verhalten geändert werden. Diesen Weg muss die Person dann selbst gehen. Ich bin dann nur in der Rolle der „Wegweisenden“. Den Weg gehen muss derjenige dann selbst. Denn Widerstand bedeutet, es wird etwas bewahrt. Und da gilt es sehr sorgfältig den Grund herauszufinden. Aus dem systematischen Kontext ist es bei Widerstand dann manchmal so, dass die Mannschaft das Risiko nicht gesehen hat. Und da kommt dann meine Gelassenheit bzw. Geduld zum Tragen. Das bedeutet nicht, dass Zielstrebigkeit fehlt. Nein, das eigentliche Ziel bleibt, es sei denn während der Arbeit stellt sich heraus, dass das Ziel noch einer Ergänzung bedarf.
Die Gelassenheit hat etwas mit dem inneren Tempo von Menschen zu tun. Es gibt unterschiedliche innere Tempi. Jemand der visuell aktiv ist, hat ein relativ schnelles Tempo. Sobald wir den auditiven Wahrnehmungskanal im Vordergrund haben, ist unser Tempo in der Regel ein mittleres Tempo. Das langsamste Tempo haben wir, sofern der kinästhetische Wahrnehmungskanal im Vordergrund steht. Deshalb ist Gelassenheit für die Andersartigkeit – nicht nur aus diesem Bereich – aber eben auch, einer meiner wichtigsten Werte geworden.
Fazit
Sofern uns unsere Werte bewusst sind, haben wir eine gute Basis unser Leben zukunftsgerichtet zu gestalten. Es besteht die Möglichkeit vom haben wollen in das Sein zu kommen. So haben wir sicher die Möglichkeit am Ende unseres Leben zu sagen, das war gut so.
